Rosenheims 2. Bürgermeister Anton Heindl, Jurymitglieder und die Preisträger des diesjährigen heimatkundlichen Wettbewerbs

Schüler erforschen ihre Heimat

Preisverleihung beim heimatkundlichen Wettbewerb von Stadt und Landkreis Rosenheim

Rosenheim. Mehr als 100 Schüler, Lehrer und Eltern nahmen an der Preisverleihung des diesjährigen Wettbewerbs „Heimat erleben“ im Hans-Fischer-Saal der Musikschule Rosenheim teil. Der Wettbewerb möchte Schüler fördern, die sich mit besonderen Projekten oder Seminararbeiten mit ihrer Heimat auseinandersetzen, mit der Geschichte, dem Naturraum und den unterschiedlichsten Themen, die über einen regionalen Blickwinkel verfügen. Bereits zum 4. Mal wurde der Wettbewerb gemeinsam von Stadt und Landkreis durchgeführt. Weil im laufenden Schuljahr die Stadt die organisatorische Federführung innehatte, verlieh Rosenheims 2. Bürgermeister Anton Heindl die Urkunden und Geldpreise an die erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmer. Die eingereichten Beiträge waren in diesem Jahr erneut sehr breit gefächert – von schriftlichen Seminararbeiten über Ausstellungen, künstlerische und handwerkliche Arbeiten bis hin zu Video- und Audiobeiträgen.

Von allen eingereichten Arbeiten konnten 14 herausragende Projekte mit Geldpreisen im Gesamtwert von 3.000 EUR dotiert werden. Die Preise wurden in drei Kategorien vergeben: Grundschulen – Mittel- und Realschulen – Gymnasiale Oberstufe und Berufs- und Fachoberschulen.

Die ersten Klassen der Grundschule Hochstätt erhielten den 1. Preis unter den teilnehmenden Grundschulen. Sie befassten sich unter dem Titel „Grundschule Hochstätt – Früher, heute, morgen“ mit dem Schulalltag in Vergangenheit und Gegenwart und wagten sogar Ausblicke in die Zukunft.

Der 2. Preis in dieser Kategorie ging an die 4. Klasse der Grundschule Soyen für ihre aufwändige Projektarbeit „Die Salzstraße“.

Die Klasse 3b der Grundschule Happing wurde für ihre dreidimensionale Nutzungskartierung des Rosenheimer Max-Josefs-Platzes mit dem 3. Preis ausgezeichnet.

Zwei Anerkennungspreise gingen an die dritten und vierten Klassen der Grundschule Bernau für das Ausstellungsprojekt „Vom Korn zum Brot“ und an die Klasse 1a der Otfried-Preußler-Grundschule Stephanskirchen für ein Bildwörterbuch mit dem Titel „Sprache – Heimat“.

Mit dem 1. Preis unter den Mittel- und Realschulen wurde die siebte Klasse der Fritz-Schäffer-Schule Ostermünchen mit ihrem vielseitigen Projekt „Holz in meiner Heimat – Erkunden, erleben, erschaffen“ ausgezeichnet.

Den 2. Preis erhielt die Mittelschule am Luitpoldpark, Rosenheim, für ihr Programm anlässlich der Jubiläen „100 Jahre Freistaat Bayern“ und „200 Jahre Bayerische Verfassung“.

Weil von den Mittel- und Realschulen nicht so viele Arbeiten eingereicht wurden, gab es in dieser Kategorie keinen 3. Preis. Stattdessen verlieh die Wettbewerbsjury zwei Anerkennungspreise für innovative mediale Umsetzungen. Diese gingen an die Klasse 10 V2 von der Mittelschule Wasserburg für Kurzfilme über „Ausgestorbene Berufe in Wasserburg“ und an Marie Daxenberger, Annkathrin Fürstner und Tobias Hager von der Staatlichen Chiemsee Realschule Prien für ihre Dokumentation zum Thema „Geschichte und Zukunft der Salzgewinnung“.

Den 1. Preis unter den Arbeiten aus der Gymnasialen Oberstufe und den Berufs- und Fachoberschulen gewann Maria Glas von der FOS/BOS Rosenheim. Sie untersuchte die Industrielle Revolution und die damit verbundene soziale Frage am Beispiel Kolbermoor.

Zwei 2. Preise gingen an zwei bemerkenswerte Seminararbeiten im Fach Geographie. Korbinian Jenuwein vom Ignaz-Günther-Gymnasium Rosenheim untersuchte Fischtreppen und ihre Wirkung, Korbinian Granel von der gleichen Schule setzte sich mit der Grubalmpolje, einem Hochtal in den Chiemgauer Alpen, auseinander.

Für seine ausgewogene Studie über das hochaktuelle Thema Brennernordzulauf erhielt Milan Busch, ebenfalls vom Ignaz-Günther-Gymnasium, den 3. Preis. Mit einem Sonderpreis wurde die Arbeit von Sophia Walter vom Gymnasium Bruckmühl gewürdigt, die sich auf die Suche nach den Schauplätzen der Kriminalromane von Thomas Bogenberger machte.

Bei der Preisverleihung dankte Bürgermeister Heindl auch den elf Mitgliedern der Wettbewerbsjury, dem Kulturreferenten des Landkreises Christoph Maier-Gehring, den Kreisheimatpflegern Karl Aß, Daniel Hoheneder, Ferdinand Steffan und Michael Stratbücker, Helga Wichmann vom Staatlichen Schulamt, dem ehemaligen Wasserburger Schulleiter Dr. Otto Helwig, den Lehrern Miriam Lakowski und Markus Hittinger sowie Walter Leicht vom Städtischen Museum Rosenheim und Stadtheimatpfleger Karl Mair.