August - Brand im Städtischen Lagerhaus

Am 20. August 1921 brannte das Stadtlagerhaus, das 1879 in die ehemalige Lokomotivrotunde des alten Bahnhofs gebaut worden war, zum größten Teil nieder. Nachmittags um 14.30 Uhr brach in dem Gebäude ein sich rasch verbreitender Brand aus, dessen große Hitzeentwicklung die Feuerwehr dazu zwang, sich auf die Rettung der Seitenflügel zu konzentrieren, während der gesamte Mitteltrakt mit der Laderampe komplett abbrannte. Außer der Rosenheimer Feuerwehr waren auch Löschgruppen aus Schloßberg, Aising, Happing, Kolbermoor und Westerndorf im Einsatz, unterstützt von zahlreichen freiwilligen Helfern. Durch das Feuer vernichtet wurden große Vorräte an Futtermehl, Kleie, Mais, Hafer, Ölkuchen und Koks. Der Schaden belief sich auf zwei Millionen Mark. Kleinere Brandherde schwelten noch bis zum Abend des 22. August, die notwendigen umfangreichen Aufräumarbeiten boten zahlreichen Arbeitslosen Gelegenheit, sich ein Zubrot zu verdienen. Das Lagerhaus war für die Stadt von beträchtlicher Bedeutung. Ende des 19. Jahrhunderts war es immer wieder, teilweise für hohe Summen, erweitert und modernisiert worden. So wurde das Lagerhaus nach dem Brand wieder aufgebaut. Erst 1983 wurde das nun schon sehr marode Stadtlagerhaus abgebrochen, der dahinterliegende Lokschuppen zum Ausstellungsgelände umgebaut.