November - Weideland am Stocket

Das Kalenderbild zeigt den Blick von der Gabelsbergerstraße aus über unbebaute Flächen zur Klosterkirche St. Sebastian mit der Friedhofsmauer. Rechts im Vordergrund sind Häuser an der Hausstätterstraße zu erkennen. Im Hintergrund sieht man das Gebäude der Mädchen-und Höheren Töchterschule. Das nichtbebaute Gebiet zur Ebersbergerstraße wurde als Weideland vor allem für Schafe benutzt. Wie auch im übrigen Umland verzeichnete die Stadt Rosenheim im Laufe des 19. Jahrhunderts einen drastischen Rückgang in der Schafhaltung gegenüber anderer Tierzucht. Von über 32 % um das Jahr 1800 sank der Anteil der Schafszucht auf knapp 5 % im Jahr 1904. Die Zahl der Schäfer blieb von 1910 bis 1936 konstant bei zwei Schäfern im Stadtbezirk Rosenheim. Nach dem zweiten Weltkrieg verschwand mit dem zunehmendem Bauboom dieser Beruf, wie auch die weidenden Schafherden aus dem Stadtbild. Heute ist der Friedhof längst erweitert worden, das Gebiet am Stocket bebaut. Ein Straßenname erinnert an den eigentlichen Flurnamen „Am Stocket". Der Name, der einen Grund mit vielen Wurzelstöcken bzw. einen Holzschlag bezeichnet, war ursprünglich ein Rodungsname für die Flur zwischen Herderbach und Hausstätt.