September - Das Städtische Wasserwerk

Rosenheim versorgte sich zunächst aus der Mangfall mit Trink- und Brauchwasser. Die Versorgung der Bürger mit Quellwasser vom Schloßberg ist seit 1450 nachweisbar. Eine erste gemeinschaftliche Trinkwasserversorgung entstand im Jahre 1537, als die auf halber Höhe des Schloßbergs im Hofgraben liegenden Quellen in Brunnenstuben aus Holz gefaßt wurden und das Wasser in hölzernen Rohren zur Stadt geleitet wurde. Diese Versorgung bestand bis zum Jahr 1898. Mit dem ständigen Ansteigen der Bevölkerungszahlen mußte das Rohrnetz mehrmals erneuert und vergrößert werden. Bereits 1863 hatte Rosenheim neue Quellen im Hofleiten-Gebiet erworben und errichtete 1865 eine erste eiserne Wasserleitung. 1893 bot der Sägewerksbesitzer Jakob Huber sein Anwesen zur Hofmühle der Stadtgemeinde zum Kauf an, die es für den Preis von 150.000 Mark erwarb. 1898 wurde dann nach einem Projekt des Königlich Bayerischen Wasserversorgungsbüros mit dem Bau der Trinkwasseranlage begonnen. Zwei Jahre später konnte das Werk in Betrieb genommen werden, das mit für die damaligen Verhältnisse hochmodernen Maschinen ausgestattet war. Da das Anwesen vorher als Sägewerk genutzt wurde, war ein Wasserlauf vorhanden, der drei Kolbenpumpen versorgte. Bis 1971 wurde dieses alte Wasserwerk genutzt.