Februar - Die Maschinenfabrik Beilhack

Zwar meldete Martin Beilhack erst 1884 beim Magistrat das Gewerbe einer Schmiede und Krämerei an, doch existiert die Maschinenfabrik Beilhack bereits seit 1857. Damals gründeten die Gebrüder Beilhack eine Fabrik samt Eisen- und Kupferhammerwerken und Schleifmühle mit zwei Arbeitern. 1865 beschäftigte die Maschinenfabrik bereits 80 bis 90 Arbeiter und bestand aus einem Grobschmied-Hammerwerk zur Fabrikation von Schmiedeisen, einem Waffen- und Zeugschmied-Hammerwerk zur Schmiedung von Maschinenteilen, Waffen und landwirtschaftlichen Geräten, einer Messing-Gießerei, einer Schleifmühle mit Polierwerk, einer Modellschreinerei und der Maschinenfabrik mit drei Werkstätten. Beilhack lieferte u.a. fertige Mühl- und Brauerei-Einrichtungen, Wasserpumpen, Dampfmaschinen und Triebwerke. Um die Jahrhundertwende beantragte die Maschinenfabrik Beilhack die Aufstellung einer Dampfkesselanlage. In den 1920er Jahren wurde in Zusammenarbeit mit der damaligen Deutschen Reichsbahn die Entwicklung und der Bau leichter Motordraisinen aufgenommen. Bis 1927 war das Unternehmen erfolgreich erweitert worden und wurde nun in eine GmbH umgewandelt. Fünf Jahre später expandierte Beilhack durch Erwerb der Maschinenfabrik Stumbeck mit der Eisengießerei. Während des 2. Weltkriegs erlitt Beilhack durch die Luftangriffe 1944/45 auf das Firmengelände schwere Rückschläge. Doch wurde bereits 1948 mit dem Wiederaufbau und der Neuaufstellung von Maschinen begonnen. Besonders die Entwicklung von patentierten Schneeräummaschinen brachte einen beträchtlichen Aufschwung. Das Kalenderbild zeigt das Beilhack-Gelände im Jahr 1914.