Juli - Die Bäckerei Kirmaier am Max-Josefs-Platz

1892 erwarben die Bäckerseheleute Jakob und Anna Kirmaier das Haus Nummer 15 am Max-Josefs-Platz und richteten hier eine Bäckerei nebst Mehl- und Getreidehandlung ein. Ursprünglich gehörte das Gebäude, das aus dem 16. Jahrhundert stammt, dem Marktphysikus, der gleichzeitig auch Apotheker war. 1687 erwarb es das Spital, 1731 die Pfarrgemeinde St. Nikolaus, die es als Pfarrhof bis 1884 nutzte. Die Bäckerei Kirmaier bestand bis 1936. Dann wurde sie an Josef Bergmeister verkauft, da der Inhaber, Jakob Kirmaier junior, nach München zog. Auf dem Kalenderbild ist Bäckermeister Jakob Kirmaier mit seinen beiden 1884 geborenen Zwillingssöhnen Jakob und Georg zu sehen, die auf dem Brotwagen sitzen, mit dem die Bäckerei Kirmaier ihre Kunden belieferte. Im Gebäude befand sich nicht nur die Bäckerei, die im ersten Stock untergebracht war, sondern auch neben einem Reiseartikel-, Taschen-, Hut- und Schirmgeschäft die Kurzwarenhandlung von Wilhelm Reith.