April - Kahnpartie auf dem Stadtsee

Der Stadtsee war das erste künstlich geschaffene Naherholungsgebiet in Rosenheim und wurde im Herbst 1891 vom Verschönerungsverein auf der sogenannten „Poschenwiese" neben der städtischen Schwimmschule angelegt. Die Rosenheimer nutzten ihre neue Freizeitanlage im Winter zum Eissport, im Frühling und Sommer für Ruderpartien und Spaziergänge. Zum 1. April 1900 übernahm die Stadtgemeinde Rosenheim den See vom Verschönerungsverein, da dieser für die Unterhaltungskosten wie die Instandsetzung der Uferwege oder des Bootshauses nicht mehr aufkommen konnte. Die jährlichen Wartungskosten zwangen die Stadt, von den zahlreichen Besuchern Eintritt zu erheben, doch auch damit rentierte sich der See nicht. 1924 wurde er an einen solventen Privatmann verpachtet, der in der Unterhaltung der Seeanlage einen gemeinnützigen Beitrag vor allem für die sporttreibende Jugend sah. Im Frühjahr 1965 wurde der Stadtsee schließlich zugeschüttet. Die zur Instandhaltung notwendigen Investitionen hätte die Stadt finanziell nicht leisten können. Der größte Teil des ehemaligen Stadtsees wurde als Liegefläche dem Freibad zugeschlagen.