Die Innbrücke

1865

Die Innbrücke war schon in frühester Zeit die Grundlage für einträglichen Handel, sie war Grundbedingung für die ursprüngliche Römerstraße und die spätere Salzstraße von Traunstein her.
Die heutige Innbrücke hat eine lange Reihe von Vorgänger und eine abwechslungsreiche Geschichte. Die erste uns bekannte Brücke fällt in die Römerzeit und lag bei Pfaffenhofen, wo die nach der Brücke benannte Siedlung Pons Aeni mit ihren Töpfereien lag.
Nach Vertreibung der Römer vergehen Jahrhunderte, bis im Jahr 1276 anläßlich eines Salzstreites mit Wasserburg die Brücke über den Inn wieder erwähnt wird.
Wann die Brücke von Pfaffenhofen an die heutige Stelle verlegt wurde, läßt sich nicht mehr genau nachweisen. Denkbar ist ein Zusammenhang mit der Verlegung der Isarbrücke von Föhring nach München in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Wahrscheinlich wollte man einfach eine schnellere Verbindung zwischen Seebruck und Aibling herstellen, da der Verkehr bisher immer noch der alten Römerstraße folgte und ein kürzerer Straßenzug notwendig wurde.
Bis ins 19. Jahrhundert bestand die Innbrücke, die in Kriegszeiten immer wieder abgebrochen oder niedergebrannt wurde, aus einer Holzkonstruktion. Die erste eiserne Brücke wurde 1865/66 erbaut mit einer Länge von 420 und einer Breite von 16 Fuß. Das verwendete Bogensystem war eine Erfindung des bayerischen Oberbaudirektors von Pauli. 1913 wurde diese Innbrücke abgebrochen. Aus Abbruchteilen errichteten die Mitglieder des Männerturnvereins von 1885 den sog. Turnersteg als Zugang zu ihrem Sommerturnplatz am Oberwöhr.

Quelle: Stadtkalender "Bilder aus Alt-Rosenheim", 1995/4

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