Das alte Rathaus am Max-Josefs-Platz

1878

Bis 1878 diente das Anwesen Hausnummer 22 am Max-Josefs-Platz dem Rosenheimer Magistrat als Rathaus.
Ursprünglich gotisch wurde das Gebäude im Laufe der Jahrhunderte mehrmals verändert. Die Getreidegewölbe im Erdgeschoß unter dem Bogengang und die Schrannenschreiberei blieben jedoch bis ins 19. Jahrhundert bestehen. Da Rosenheim seit dem 15. Jahrhundert das Anschüttrecht für Getreide besaß, wurde vor dem Rathaus auf dem Marktplatz jeweils Donnerstags die Schranne, der Getreidemarkt, abgehalten.
Für die Ratsgeschäfte befanden sich im ersten Stockwerk des Rathauses zwei Ratszimmer für die Zusammenkünfte der Gemeindebevollmächtigten. Doch den Anforderungen der 1864 zur Stadt erhobenen Kommune genügten diese Räumlichkeiten nicht mehr. Mit dem Bau des neuen Bahnhofs an seinem heutigen Standort konnte über das alte Bahnhofsgebäude anderweitig verfügt werden. 1878 erwarb die Stadt das ehemalige Bahnhofsareal und bestimmte es im Dezember des gleichen Jahres mit der ersten Magistratssitzung zum neuen Rathaus.

Quelle: Stadtkalender "Bilder aus Alt-Rosenheim", 1996/12

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